Lob und „Danke“ helfen auch im Job ✔ [mit Bonus-Tipp]

Blogbeitrag Lob und Danke helfen auch im Job

Motivationsrakete und Beziehungsbooster: „Lob und Dank“ wirken auch im Job!

Ein Lob für mich – und das gleich zweimal in einer Stunde! „Super Job von Dir 🤩“ kam die Kurz-Nachricht. „Gut gemacht, Danke“ Minuten später eine Mail. Zwei Menschen, zwei Themen, zwei berufliche Welten – ein dickes, weiches Lob-Polster für mich an diesem grauen Wintermorgen.

Ich muss zweimal unwillkürlich breit grinsen, klopfe mir selbst gedanklich auf die Schulter und freu´ mich still in mich rein. Ein wunderbares Gefühl!

Der perfekte Moment für eine Lobeshymne

Die Lobeshymnen haben mich just aus meiner Schreibtisch-Arbeit gerissen, die sich wie Beton anfühlt. Ein Angebot will geschrieben werden, das muss schnell gehen, wichtig ist es und so viel hängt davon ab. Es ist kompliziert und überhaupt . . . Es war der perfekte Moment für die kleinen Sätze. Meine Kollegen, die mir diese Mini-Botschaften geschickt haben, ahnen nicht, wie gut mich diese im perfekten Moment aufgetankt haben für den Rest des Tages.

Mehr als eine Floskel

Als „Höflichkeit“ oder „Floskel“ würdest Du die elektronischen Briefchen vielleicht bezeichnen, wenn du ein Beziehungs-Pessimist wärst. Ich sage ganz bewusst nicht: „NUR als Floskel“! Denn egal ob als Höflichkeits-Formel flugs eingetippt oder als professionelles Lob ganz bewusst formuliert, können die Worte beim Empfänger ihre grandiose Wirkung entfalten.

Ich möchte auch gelobt werden!

Loben für ein gutes Gefühl

Es ist so einfach, bewirkt so viel und doch unterlassen wir das vor allem im Job viel zu oft: Dem Kollegen, Mitarbeiter, Kunden mit einem Lob oder „Danke“ ein gutes Gefühl geben, so dass er sich als Mensch wahrgenommen fühlt. Denn Wahrnehmung ist unser mentales Lebenselixier und Grundbedürfnis. Fehlende Wahrnehmung entzieht uns die Grundlage für Beziehungen zu anderen, Motivation oder auch Selbstbewusstsein.

Danke, bitte, gern geschehen

Viel zu oft schweigen wir nachlässig, anstatt eines kurzen „Danke dafür“ oder „Das war jetzt wichtig für mich“. Wir misstrauen unseren eigenen Höflichkeitsformeln, weil sie „nur so daher gesagt“ und „nicht ehrlich“ sein könnten. Aber ist das eigentlich zielführend?

In der Tat sind viele Sätze schnell gesagt oder geschrieben, weil es zum guten Umgangston gehört, weil wir es so gelernt haben, weil alle in der Gruppe es so machen. „Danke – bitte – gern geschehen – keine Ursache – einen schönen Feierabend dann“. Wir zeigen Höflichkeit sogar noch viel effizienter: 👌 🤩 🥇 (das Zeitmanagement sagt 💪  💪  💪)

Ich möchte auch Danke sagen!

Doch auch die kürzeste Formel wirkt! Denn sie zeigt: Hier ist jemand für einen Moment aufmerksam, jemand hat mich wahrgenommen. Und Wahrnehmung bedeutet Wertschätzung. Unschätzbar für jede gute Kommunikation.

Übersehen statt gegrüßt

Wie eindringlich Aufmerksamkeit tatsächlich wirkt, zeigt sich, wenn wir erleben, wie es sich anfühlt, wenn wir nicht beachtet werden! Kennst Du das, wenn jemand Dich im Alltag übersehen hat im ganz wörtlichen Sinne: Du hast einem Bekannten freundlich motiviert ein fröhliches „Hallo!“ zugerufen – doch er beginnt im gleichen Moment ein Gespräch mit jemand anderem und sieht dich nicht. Oder Du grüßt auf einer Party in eine Gruppe von Leuten – doch keiner nimmt Notiz von Dir.

Comic zum Thema Danke sagen
Ich möchte auch gelobt werden!

„Jede Jeck is anders“

Die notwendige Überlebens-Dosis Aufmerksamkeit, die jeder von uns benötigt, ist dabei sehr unterschiedlich hoch. Während der eine lange „zehrt“ von „Schön, wie Sie Ordnung ins Team bringen“, braucht der andere scheinbar eine Feedback-Flatrate von außen, um gut zu funktionieren. Und noch einen Unterschied gibt es. Einigen von uns genügt die Ansprache unter vier Augen. Andere brauchen eine größere „Bühne“ und können mit ihren alltäglichen Erfolgen, Visionen und Geschichten nicht hinter dem Berg halten.

Und diese Bedürfnisse sind so individuell wie nahezu unveränderbar. (Kleiner Tipp: Versuch es gar nicht erst 🤗 ). Es gilt das kölsche Sprichwort: „Jede Jeck is anders.“

Wo hilft das Lob im Job?

Wobei hilft bewusst ausgesprochenes Lob und Dank konkret im Job? Aufmerksamkeit schafft eine echte, das heißt für beide Seiten fühlbare Beziehung zwischen Menschen. Und Beziehungen stellen den Zusammenhalt zwischen Kollegen und Freunden erst her und stärken diesen. Ein ganzes Netz aus Beziehungen schafft Zugehörigkeit und Zusammengehörigkeit, machen Arbeits-Gruppen zu starken Teams.

Ich möchte auch Danke sagen!

Zurück zu meinem Schreibtisch. Dann mache ich jetzt mal weiter mit der ungeliebten Arbeit. Vorher noch spontan zwei Mini-Botschaften auf die Reise geschickt und ich freue mich noch mal still in mich rein, dass es die Kollegen hoffentlich beflügelt wie mich gerade eben.

Extra-Praxis-Tipp

Positive Aufmerksamkeit kann man tatsächlich üben. Das führt nachweislich dazu, dass man sich selbst auch besser fühlt!

  • Nimm Dir vor, jeden Tag dreimal eine positive Wahrnehmung laut zu äußern: Kinder, Partner, Mitarbeiter, die Bäckerin, der Nachbar auf der Straße und auch Chefs wollen wahrgenommen werden – und das am besten positiv. Gefühltes Ergebnis: Für alle positiv!
  • Profi-Tipp: Ein positives Feedback (= Lob) kommt echt und ehrlich an, wenn klar ist, dass es Deine persönliche Meinung ist. Statt nur „gut gemacht“, besser „für mich sieht das richtig gut aus“.
  • Bewährte Übungs-Methode: Drei Kieselsteine (oder Münzen oder Erbsen) morgens in der einen Hosentasche deponieren. Bei jedem Lob wechselt ein Stein die Seite. Wenn´s geklappt hat: Bitte selbst loben.
  • Bei einem lobfreien Tag: Sei nachsichtig mit Dir selbst.
  • Hilfreiche Überzeugung, um täglich Anlässe für echtes Lob und Dank finden zu können: Menschen geben in jedem Moment ihr Bestes, selbst wenn das für uns nicht so aussehen mag.
Ich möchte noch mehr Tipps!

Psycho-Fakt

Studien (Uni Iowa, 2019) haben gezeigt: Wer gegenüber anderen großzügig ist, fühlt sich selbst nachweislich besser. So sollten Versuchsteilnehmer zum Beispiel zwölf Minuten lang in einem Gebäude umhergehen, andere Menschen anschauen und ihnen in Gedanken wünschen, dass diese glücklich sind. Das führte zu weniger Ängsten, besserem Wohlbefinden mehr Empathie und einem Gefühl von Verbundenheit. Andere Versuchsteilnehmer, die nach Menschen Ausschau hielten, die in einer schlechteren Lage waren als sie selbst, verbesserten das eigenen Befinden nicht.

Gesundheits-Fakt

Wir tun wir mit einer wohlwollenden Einstellung außerdem aktiv etwas gegen Stress und fördern damit unsere mentale wie auch körperliche Gesundheit.

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