Check ✔️ – so verstehen Sie die Generationen X bis Z

Blog: So verstehen Sie die Generationen x bis z

Generation Golf – oder einfach Generation X

Neulich in unserer Familien-Küche: „Da sollten erwachsene, alte Menschen sich erst mal mit beschäftigen, ehe sie sich ein Urteil erlauben!“ Der Meinungsmacher ist 17, laut empört und mein Sohn. Das Thema: Wie Menschen kommunizieren und ob Offline-Treffen in der heutigen Welt überhaupt noch Sinn machen. Die Situation hat Eskalations-Potential.

Mal ganz privat:

Ich bin auch empört! Was heißt denn hier überhaupt „ALT“!?! Ich bin frische 50, fühle mich wie höchstens 28, kann social media, google, WhatsApp und Online-Workshops. Und ich kenne auch die „andere Welt“: Wir haben als Kinder die Haustüren unserer Freunde abgeklappert, bis wer Zeit hatte und später als Teenies immer donnerstags („Kneipentag“) unsere Kontakte gepflegt. So! Offline macht total Sinn!

Falls Du beim Lesen gerade mit dem Kopf nickst, bist Du wahrscheinlich auch Teil der Generation, zu der ich gehöre – der „Generation Golf“ oder einfach „X“.

Lust auf eine Kontaktaufnahme?

Jeder macht es anders, alle wollen nur das Eine

Mal ganz professionell:

Er ist vollkommen im Recht, mein Nachwuchs, mit der Meinung „erst mal damit beschäftigen“. Ganz abgesehen von der biologisch-psychologischen Tatsache, dass Jugendliche sich natürlich abgrenzen müssen von ihren Eltern: In Sachen Generationen sollten wir informiert sein, wenn wir mitreden möchten. In vielen Unternehmen werden die Erkenntnisse der Generationenforschung noch viel zu wenig beachtet. Und das ist schade! Denn damit gehen Entwicklungschancen für Teams und Unternehmen verloren. Ressourcen ausschöpfen bedeutet, auch die Unterschiede zwischen den Generationen zu beachten und daraus die richtigen Konsequenzen für verschiedene Bereiche wie Führung, Arbeitsplatzgestaltung oder auch Employer Branding zu ziehen.

Nichts als Missverständnisse zwischen den Generationen?!

Zu den Quellen von Kopfschütteln und Missverständnis in Teams gehört nicht selten das Thema Kommunikation (siehe oben 🧐 ). Neulich erzählte mir eine Teamleiterin, Generation X: „Ich kann´s echt nicht glauben. Da fragt mich die neue Azubi doch diese Woche zum zweiten Mal, ob Sie früher gehen darf!“ Ich frage sie, was denn genau das Problem gewesen sei und sie erzählt, sie habe der jungen Frau, 19 Jahre, doch gesagt, sie solle sich doch mal umgucken, ob noch etwas zu tun sei. „Und als ich dann später nachschaue, sehe ich Berge von unbearbeiteten Dokumentationen rumliegen! Und dann auch noch die Arbeitszeit verkürzen wollen“, regt sich meine Teamleiterin auf.

„Generationen zu verstehen ist eine Grundkompetenz für  jede Führungskraft“

Claudia Tölle

Generation Z versteht kein Wischi-Waschi

Was ist hier passiert? Wer mit Generation Z (Jahrgang 1996 – 2015) zu tun hat, muss wissen: Hier werden ganz klare Aufträge und deutliche Order gebraucht, um arbeiten zu können. „Schau mal, was noch so rumliegt“, ist alles andere als klar und deutlich.

Nicht fehlende Motivation, Oberflächlichkeit oder gar Faulheit sind hier und anderswo die Ursache für Blindheit gegenüber unerledigter Arbeit, sondern eine unspezifische Aufforderung. Und die mangelnde Berufs-Erfahrung eines Azubis tut natürlich das Übrige zum Unverständnis hinzu. Wischi-Waschi-Aufforderungen erzeugen Wischi-Waschi-Ergebnisse.

Basics der kollegialen Kommunikation

Das hört sich anstrengend an? Im Grunde verdeutlichen die Z’ler uns die Basics der kollegialen Kommunikation: Mach klare Aussagen und formuliere eindeutig. Mach Dir (vor allem als Führungskraft) klare Gedanken über Ziele und wie diese mit anderen zu erreichen sind. Denn jede Reaktion ist letztlich nur ein Feedback auf unsere Kommunikation. Reagiert jemand nicht in unserem Sinne, sollten wir auch unsere Kommunikation hinterfragen.

Und an noch etwas Lebens-Entscheidendes erinnern uns die Z-Kollegen: Unsere Work-Life-Balance selbstverantwortlich im Fokus zu behalten. Nur wer seine Batterien wieder auflädt, ist bereit für konzentrierten beruflichen Einsatz.

Jede Generation lebt in ihrer eigenen Welt

In Arbeitsteams mischen sich idealerweise mehrere Generationen. Denn um so mehr Vielfalt, um so mehr Potential kann für gute gemeinsame Ergebnisse freigesetzt werden. Die andere Seite von Vielfalt ist allerdings „Unterschiedlichkeit“ und „Konflikte“. Jede Generation lebt in ihrer eigenen Welt. Jede ist ein abgeschlossenes Universum von bestimmten Lebenseinstellungen, Denkmustern und ungeschriebenen Gesetzen des Zusammenlebens und -arbeitens. Dazu gehört auch, was wir unter „guter Kommunikation“ verstehen.

Doch am Ende wollen alle wir doch alle nur das Eine: In einer Sprache angesprochen werden, die wir verstehen und damit auch das Gefühl, verstanden zu werden. Wer die Generationen-Sprach-Barriere nicht beachtet, schafft Verwirrung und Frustration.

Fazit: Keine Kommunikation ohne Ziel

Kommunikation ist nicht gleich Kommunikation. Wer sich auskennt, hat bessere Chancen, dass die Ergebnisse erzielt werden, die ich erreichen möchte als Chef, Kollege oder Ausbilder.

Gewinn:

  • mehr Akzeptanz
  • bessere Zusammenarbeit
  • gelungene Kommunikation
  • starke Ergebnisse
  • weniger Konflikte
Wir müssen reden

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